Der Poste d’alerte PA 18 befindet sich unmittelbar an der Aachener Straße gegenüber von Hausnummer 229 in Hauset, in Sichtweite des Grenzübergangs Köpfchen.
Der Posten war besetzt durch die 5. Kompanie des 1. Regiments des Limburger Grenzradfahrerbataillons (bataillon de cyclistes-frontière du Limburg).
Das Gebäude wurde in der hierfür typischen Architektur und trotz der exponierten Lage ohne zusätzliche Mauer errichtet, sodas es von außen wie ein völlig unscheinbares Häuschen wirkt.
Inzwischen befindet es sich in Privatbesitz,wurde innen saniert und dabei mit einer Stromheizung und einem Küchenanbau ausgestattet. Zudem gibt es eine Leitertreppe in den flachen Spitzboden.
Außen wirkt das Gebäude weitestgehend in – leicht verfallenem – Originalzustand.
Die Eingangstür scheint noch original zu sein und die Vergitterung des Frontfensters ist auch noch vorhanden.
Von der Straße führt der typische befestigte Weg zur Eingangstür.
Bemerkenswert ist, dass das originale Zauntor noch vorhanden ist. Dies gibt es unseres Wissen nach bei keinem anderen Poste d’alerte mehr.
Wann und wie das Gebäude in Privatbesitz übergegangen ist, ist uns bislang nicht bekannt. In der Regel fielen militärische Bauten der PFL nur an die Eigentümer von größeren Grundstücken, auf denen sie sich zufällig befanden, wie z.B. Bunker, die sich auf großen Feldern oder Weiden befinden.
Im Fall der Postes d’alerte handelt es sich in der Regel jedoch um eigenständige Klein-Parzellen, weshalb davon auszugehen ist, dass dieser gezielt erworben wurde.
Auch ist es überraschend, dass das Gebäude erweitert und saniert werden durfte und es nicht etwa durch den zu erwartenden Denkmalschutz eine Auflage zur Erhaltung der ursprünglichen Form gab.
In der Literatur findet sich, dass ein neuer Poste d’alerte PA 18 geplant wurde, welcher sich etwas südlicher auf der Westseite der Aachener Straße befinden sollte und somit nicht mehr vom Grenzübergang Köpfchen sichtbar gewesen wäre.
Hier wurde auch eine zusätzliche Betonmauer geplant, wie sie z.B. bei PA 17 errichtet wurde.
Es ist unklar, ob es nicht über die Planungsphase hinausging oder ob Gebäude und Mauer spurlos abgerissen wurden, was wir beim guten Erhaltszustand des oben beschrieben Gebäudes aber unwahrscheinlich finden. Vor Ort konnten wir nichts finden, was auf den Neubau schließen lässt.
| Adresse: | Aachener Straße, 4730 Raeren, Belgien |
| Koordinaten: | 50°43’00.6″N 6°05’28.0″E |
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