„PFL“ – Position Fortifiée de Liège
Zunächst auf 12 Forts aus den 1880er-Jahren basierend, wurde die in den 1920/30er-Jahren umgesetzte PFL zum Schutz der Stadt Lüttich angelegt, da sich hier, entlang der Maas die kriegswichtige Stahlindustrie befand.
Sie bestand aus
den Forts rund um Lüttich
Der innere Kreis, die sogenannten Brialmont-Forts – bereits in den 1880er-Jahren erbaut, im 1. Weltkrieg wieder genutzt und zum Großteil in den 1930er-Jahren aufgerüstet und im 2. Weltkrieg genutzt.
Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, westlich der Maas:
Die in den 1930er-Jahren erheblich modernisierten Forts, die den wesentlichen Bestandteil der PFL2 bilden:
Die westlich der Maas gelegenen Forts, die sowohl mit den anderen Forts des inneren Kreises zur PFL2, als auch auf Grund ihrer Lage westlich der Mass zur PFL4 gezählt werden:
Der äußere (Halb)Kreis – in den 1930er-Jahren als zusätzlicher Schutz gegen den von Osten befürchteten Angriff aus Deutschland errichtet und wesentlicher Bestandteil der PFL1.
Von Norden nach Süden:
- Ében-Émael
- Aubin-Neufchâteau
- Battice
- ein fünftes geplantes Fort bei Manaihant, auch bekannt als „Les Waides“
- Trancrémont
- ein sechstes geplantes Fort in Sougné-Remouchamps
- ein siebtes geplantes Fort als süd-westlicher Abschluss bei Comblain-au-Ponts
Je nach Quelle finden sich unterschiedliche Angaben dazu, ob und wo noch weitere Forts für den äußeren Ring angedacht waren. So soll es auch Planungen für ein Fort zwischen den gebauten Forts Ében-Émael und Aubin-Neufchâteu bei Moelingen / Mouland oder zwischen den gebauten Forts Aubin-Neufchâteu und Battice bei Mauhin gegen haben, wobei bei letzterem möglich ist, dass hier eine Ortsverwechslung vorliegt, da es auch dort eine Region namens „Les Waides“ gibt und die Lage deutlich weiter hinter den Bunker der PFL1 liegen würde, als die aller anderen Forts.
Zu diesen Standorten liegen uns keine Details vor.
und
einer Vielzahl von kleineren Anlagen, aufgeteilt in mehrere Gruppen:
- Die position avancée, bestehend aus
- den „postes d’alerte“ – kleine Baracken an Einfallstraßen entlang der Grenze, zur Meldung eines Einmarsches
- den „postes d’examen“ und den „postes fixes“
- dem „réseau de destructions, d’obstructions et la zone étanche“
- und den Bunkern der position avancée – östlich vorgelagerte Bunkergruppen um einzelne Orte
- PFL 1 – Bunker als Lückenschluss zwischen den Forts des äußeren Fort-Rings
- PFL 2 – Bunker als Lückenschluss zwischen den Forts des inneren Fort-Rings, östlich der Maas
- PFL 3 – Bunker als Schutz der Maas östlich des Flusses
- PFL 4 – Bunker als Schutz der Maas westlich des Flusses sowie entlang des Albert-Kanals
- diverse Telefonbunker und ein Netzwerk aus unterirdischen „Telefonzellen“
- sowie verschiedenartige Straßensperren
Darüberhinaus befanden sich in Lüttich die Citadelle sowie das Fort de la Chartreuse.